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Weiß verputzter Schornstein auf einem ausgebauten Spitzboden | VELUX Magazin

Schornstein dämmen – Versottung vorbeugen

Schornstein dämmen – Versottung vorbeugen

Wer eine Umgestaltung des bisher ungenutzten Spitzbodens in zusätzlichen Wohnraum plant, beschäftigt sich unweigerlich mit der Dämmung. Besonders in Altbauten muss auch der Schornstein nachisoliert werden, um eine spätere Notsanierung zu vermeiden. Warum das so wichtig ist und wie Sie Ihren Schornstein fachgerecht isolieren, erfahren Sie hier.

Schornstein isolieren beim Dachbodenausbau

Über den Schornstein entweichen die Abgase, die bei der Verbrennung fossiler und nachwachsender Brennstoffe in Kamin, Kachelofen oder Heizungsanlage entstehen. Insbesondere bei älteren Gebäuden zieht sich der Schornsteinschacht durch das gesamte Mauerwerk – vom Erdgeschoss bis zum Spitzboden. Durch diese Lage verfügt der Schornstein zwar naturgemäß über eine deutlich stärkere Dämmung als die Sparren einer Dachkonstruktion, dennoch sollten Sie die Isolierung durch das Anbringen geeigneter Dämmplatten von Zeit zu Zeit erneuern. Wer seinen Spitzboden als Wohnraum nutzen möchte, kommt um das Dämmen des Schornsteins nicht herum. Doch was geschieht eigentlich, wenn das Dämmen des Schornsteins ausbleibt?

Versottung des Schornsteins vermeiden

Wenn der Schornstein unzureichend oder unvollständig isoliert ist, unterliegt die Abgastemperatur starken Schwankungen. Langfristig wirkt sich dieser Mechanismus negativ auf die Beschaffenheit des Mauerwerks und die Qualität der Raumluft aus. Der bei der Verbrennung des Rauchgases entstandene Wasserdampf kondensiert und der Schornstein durchfeuchtet. Früher oder später zeigen sich bräunliche Flecken am Mauerwerk. Auch poröse Stellen und ein schwefeliger Geruch deuten auf eine bereits fortgeschrittene Versottung hin. Jetzt ist konsequentes Handeln gefragt. Doch Achtung: Nicht jedes Material eignet sich zum Dämmen des Schornsteins.

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Material für die Schornsteindämmung

Ob beim Dachausbau oder der Sanierung eines Schornsteins – achten Sie darauf, feuerfestes Dämmmaterial zu verwenden! Es ist auch sinnvoll, sich im Rahmen der Dämmung des Schornsteins um den Brandschutz im Dachgeschoss zu kümmern. Für die brandschutzgerechte Dämmung eignen sich nicht brennbare Steinwolle, Mineralwolle und Glaswolle am besten. Auf Styropor müssen Sie aus brandschutztechnischen Gründen unbedingt verzichten. Die Befestigung des Dämmmaterials kann eine Herausforderung darstellen. Unterkonstruktionen sind hilfreich, dürfen jedoch weder verschraubt noch gedübelt werden. Sie dienen außerdem als Träger der späteren Verkleidung. Im Innenbereich können Sie den Schornstein verputzen, der auf dem Dachboden sichtbar ist.

Schornstein dämmen Schritt für Schritt

So dämmen Sie Ihren Schornstein Schritt für Schritt:

  1. Befreien Sie die Außenwand des Schornsteins zunächst von Staub und Schmutz.
  2. Schneiden Sie die Dämmplatten nach dem Ausmessen der Flächen passgenau zu und tragen sie nicht brennbaren Baukleber einseitig auf die erste Platte auf. Um den Kleber gleichmäßig zu verteilen, können Sie eine Kelle zur Hilfe nehmen.
  3. Anschließend kleben Sie die Platte an der Schornsteinwand fest. Fahren Sie fort, bis die Außenseiten des Schornsteins vollständig mit dem gewählten Dämmmaterial bedeckt sind.
  4. Außenkanten können Sie bei Bedarf mit schützenden Eckschienen verstärken. Eine einfache Art und Weise, den Schornstein innen im Dachboden zu verkleiden, ist das Auftragen von mineralischem Putz. Diesen bringen Sie direkt mit der Kelle auf die Platten auf.
  5. Optional können Sie den Schornstein mit Natursteinen verkleiden – ein rustikaler Blickfang und zusätzlich stabilisierender Schutz.

FAQ – Häufige Fragen zur Dämmung des Schornsteins

Welche Platten eignen sich für die Kaminverkleidung?

Zur Verkleidung Ihres Kamins können Sie wahlweise hitzebeständige Steine zum Einmauern oder spezielle Platten aus gepresstem Vermiculit nutzen. Auch das Anbringen von separaten Brandschutzplatten ist sinnvoll.

Was tun, wenn der Schornstein versottet ist?

Ist der Schornstein versottet, sollten Sie das Mauerwerk zunächst auf mögliche Schäden überprüfen. Risse und Fugen können Sie mit Mörtel abdichten. So lässt sich der für den Abzug nötige Unterdruck schnell wiederherstellen. Sind die Strukturen stark durchfeuchtet, sollten Sie diese zunächst an der Luft austrocknen lassen. Das Einziehen eines Edelstahlschornsteins ist günstig und einfach. So halten Sie die Kosten für den Dachbodenausbau im Rahmen.

Welche Dämmstoffe sind nicht brennbar?

Steinwolle, Mineralwolle und Glaswolle sind feuerfest und eignen sich deshalb ideal, um den Schornstein zu dämmen.

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