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Dachfenster mit Feuchtigkeit | VELUX Magazin

Luftfeuchtigkeit messen

Luftfeuchtigkeit messen

Für unsere Gesundheit und unser Wohlbefinden ist die Luftfeuchtigkeit in unserem Zuhause von großer Bedeutung. Mit einer regelmäßigen Messung und Regulierung der Luftfeuchtigkeit beugen Sie Problemen vor und sorgen für ein angenehmes Raumklima. Hier erfahren Sie, wie Sie die Luftfeuchtigkeit in Ihren Innenräumen messen und was es dabei zu beachten gilt.

Bedeutung optimaler Luftfeuchtigkeit

Die Raumluft und insbesondere die Raumfeuchte in Ihren Wohn- und Schlafräumen hat Einfluss auf Ihr Wohlbefinden und Ihr Zuhause insgesamt. Bei regelmäßig zu hoher Luftfeuchtigkeit werden Wände und Böden in Mitleidenschaft gezogen, langfristig kommt es zu Schimmelbildung. Solche Schimmelsporen greifen nicht nur Ihr Hab und Gut an, sondern vor allem auch Ihre Gesundheit – Allergien, Atemwegsbeschwerden, Übelkeit, Kopfschmerzen und Müdigkeit sind mögliche Folgen. Eine zu niedrige Luftfeuchtigkeit wiederum kann zu rissiger Haut, spröden Lippen und trockenen Nebenhöhlen führen. Über ausgetrocknete Schleimhäute können Bakterien und Viren leichter in den Körper eindringen.

Relative und absolute Luftfeuchtigkeit

Bei der Raumfeuchte wird zwischen relativer und absoluter Luftfeuchtigkeit unterschieden. Die relative Luftfeuchtigkeit ist in Prozent angegeben und setzt den Wasserdampfgehalt der Luft in Relation zum höchstmöglichen Wert. Im Unterschied dazu geht es bei der absoluten Luftfeuchtigkeit um die Wassermenge in der Luft. Sie wird in Gramm pro Kubikmeter angegeben; ihr Maximalwert hängt von der Raumtemperatur ab. Beim Messergebnis mit dem Hygrometer handelt es sich stets um die relative Luftfeuchtigkeit.

Luftfeuchtigkeit in Räumen messen: So geht‘s

Am einfachsten messen Sie die Luftfeuchtigkeit mit einem handelsüblichen Luftfeuchtigkeitsmessgerät, einem sogenannten Hygrometer. Platzieren Sie das Gerät im Raum oder hängen Sie es an der Wand auf, möglichst aber nicht nahe eines Fensters oder Heizkörpers. Eine regelmäßige Kontrolle der Luftfeuchtigkeit in all Ihren Räumen ist empfehlenswert. Die optimale Luftfeuchtigkeit in Wohn- und Schlafräumen sollte zwischen 40 und 60 Prozent liegen. Im Winter trocknet verstärktes Heizen die Luft oft aus – ergreifen Sie also Gegenmaßnahmen, falls die Luftfeuchtigkeit dauerhaft unter 40 Prozent liegt.

Arten von Hygrometern

Die gängigste Variante des Hygrometers ist das Absorptionshygrometer. Mechanische Absorptionshygrometer enthalten ein Material, meist ein menschliches oder tierisches Haar, das sich bei steigender Luftfeuchtigkeit ausdehnt. Diese Veränderung wird auf die Anzeige des Messgeräts übersetzt. Elektronische Absorptionshygrometer setzen die Veränderung des Materials mittels Sensoren in elektrische Signale um und geben diese digital aus. Eine weitere Variante ist das Psychrometer. Es besteht aus zwei Thermometern, von denen eines während der Messung befeuchtet wird. Aus dem gemessenen Temperaturunterschied lässt sich der Gehalt des Wasserdampfs und damit die relative Feuchte der Luft bestimmen.

Weitere Formen von Hygrometern:

  • Taupunktspiegelhygrometer
  • Chemisches Hygrometer
  • Coulometrisches Hygrometer
  • Optisches Hygrometer

Raumfeuchte messen: Weitere Methoden

Manche Anzeichen, die Sie auch ohne Hygrometer ausmachen können, deuten auf eine zu hohe oder zu geringe Luftfeuchtigkeit hin. Dazu zählen Feuchtigkeitsansammlungen auf Oberflächen sowie Kondenswasser am Dachfenster oder anderen Wärmebrücken wie Fenstern und Außenwänden. Diese Tatsache macht sich die Taupunktmethode zunutze. Hierbei wird ein Messpunkt, z.B. eine Glasscheibe oder ein Spiegel, bis zur oberflächlichen Bildung von Feuchtigkeit abgekühlt. So lässt sich die absolute Luftfeuchtigkeit für diese Temperatur errechnen. An einem zweiten Messpunkt wird die maximale Luftfeuchte für die aktuelle Raumtemperatur bestimmt. Aus diesen beiden Messwerten kann dann die relative Feuchte der Raumluft errechnet werden.

So verändern Sie die Luftfeuchtigkeit

Für eine gesunde Luftfeuchtigkeit in Haus oder Wohnung sollten Sie vor allem eines tun: richtig Lüften. Regelmäßiges Quer- und Stoßlüften, also die komplette Öffnung mehrerer gegenüber liegender Fenster, sorgt für einen effektiven Luftaustausch und begünstigt ein gesundes Raumklima.

Falls die Luftfeuchtigkeit im Schlafzimmer und Ihren Wohnräumen regelmäßig unter 40 Prozent liegt, sollten Sie über Maßnahmen nachdenken. Einer zu niedrigen Luftfeuchtigkeit können Sie entgegenwirken, indem Sie

  • Zimmerpflanzen aufstellen,
  • auf Ihren Heizkörpern Schälchen mit Wasser oder nasse Waschlappen platzieren oder
  • einen elektrischen Luftbefeuchter anschaffen.

Auch bei einer zu hohen Luftfeuchtigkeit sollte regelmäßiges Lüften die erste Maßnahme sein. Falls die Raumfeuchte dennoch regelmäßig höher als 60 Prozent liegt, sollten Sie darüber nachdenken,

  • einen elektrischen Luftentfeuchter anzuschaffen oder
  • Ihre Wärmedämmung erneuern zu lassen.

FAQ – Häufig gestellte Fragen zum Luftfeuchtigkeit messen

Wie wird Luftfeuchtigkeit gemessen?

Um die relative Luftfeuchtigkeit und damit den Wasserdampfgehalt der Luft zu messen, benötigt man ein spezielles Messinstrument, ein Hygrometer. Die gängigste Variante des Hygrometers ist das Absorptionshygrometer.

Wie viel Prozent Luftfeuchtigkeit ist normal?

In Wohn- und Schlafräumen sollte die relative Luftfeuchtigkeit zwischen 40 und 60 Prozent liegen. In Küche und Bad sind leicht höhere Werte in Ordnung. Die optimale Luftfeuchtigkeit hängt zudem von der Raumtemperatur ab.

Bei welcher Luftfeuchtigkeit bildet sich Schimmel?

Wenn die Luftfeuchtigkeit regelmäßig höher als 60 Prozent liegt, kann Schimmelbildung entstehen. Dies gilt es zu vermeiden, denn die Schimmelsporen sind schädlich für die Gesundheit und greifen die Bausubstanz des Gebäudes an.

Womit kann die Luftfeuchtigkeit gemessen werden?

Die relative Luftfeuchtigkeit kann mit einem Hygrometer gemessen werden. Im Handel sind diese Messgeräte in analoger und digitaler Form erhältlich. Es empfiehlt sich eine regelmäßige Messung der Luftfeuchtigkeit in allen Räumen.

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