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Schwarzer Kaminofen im Dachgeschoss unter Fensterfassade | VELUX Magazin

Kamin im Dachgeschoss für Wärme und Gemütlichkeit

Kamin im Dachgeschoss für Wärme und Gemütlichkeit

Ein Kamin im Dachgeschoss ist der Traum vieler Eigenheimbesitzer. Kaum ein anderer Einrichtungsgegenstand ist ein derartiger Garant für gemütliche Stunden in wohliger Atmosphäre. Bei der Planung und dem Bau eines Kaminofens unter der Dachschräge gibt es allerdings einiges zu beachten. Wir erklären Ihnen, wie Sie den sicheren Betrieb Ihres Kamins gewährleisten und welche geltenden gesetzlichen Regeln einzuhalten sind.

Gesetzliche Grundlagen für die Installation eines Kaminofens

In der Bundesimmissionsschutzverordnung (BImSchV) sind alle gesetzlichen Vorgaben festgehalten, um einen Kamin in Betrieb nehmen zu dürfen. Damit von Ihrem Kaminofen keine Brandgefahr ausgeht, müssen Sie vorgeschriebene Sicherheitsabstände zu anderen Einrichtungsgegenständen und Wänden einhalten. Bei der Installation eines Kamins im Dachgeschoss muss berücksichtigt werden, dass der Abstand oberhalb des Ofens eingeschränkt ist. In der Kamin-Verordnung werden genaue Angaben zu folgenden Faktoren gemacht:

  • Sicherheitsabstände
  • Untergrund des Kaminofens
  • Sicherstellung einer geregelten Luftzufuhr
  • Installation des Ofenrohrs
Helle Wohnung im Dachgeschoss mit brennendem Kaminofen | VELUX Magazin
Der moderne Kachelofen schmiegt sich elegant in die offene Gestaltung des Dachgeschosses ein und erwärmt den gesamten Raum.

Sicherheitsabstände für einen hohen Brandschutz

In unmittelbarer Nähe eines Kaminofens besteht erhöhte Brandgefahr aufgrund der Hitzeausstrahlung. Um Brände und sonstige Risiken zu vermeiden, sind nötige Sicherheitsabstände zu Wänden und brennbaren Gegenständen genau geregelt.

Die Abstände hängen direkt mit den Maßen des Kaminofens zusammen und können je nach Modell variieren. Als Hausbesitzer finden Sie Angaben dazu in der jeweiligen Bedienungsanleitung und der Leistungserklärung des Ofenmodells.

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Untergrund des Ofens vorbereiten

Auch der Untergrund des Kamins muss fachgerecht vorbereitet werden. Der Untergrund muss feuerfest oder mit einer entsprechenden Bodenplatte ausgerüstet sein. Ist ein feuerfester Untergrund von den Bodenbelägen her nicht gegeben, beispielsweise bei Holzböden, muss eine Feuerschutzbodenplatte verlegt werden. Diese feuerfeste Platte muss den Grundriss des Ofens nach vorn um 50 Zentimeter und an den Seiten und nach hinten um 30 Zentimeter überragen.

Ausreichende Luftzufuhr

Damit Ihr Kaminofen im Dachgeschoss ideale Voraussetzungen für ein gemütliches Kaminfeuer bietet, ist eine geregelte Luftzufuhr zwingend erforderlich. Laut Kamin-Verordnung müssen je Kilowatt Leistung mindestens 4 Kubikmeter Verbrennungsluft zur Verfügung stehen. Gerade bei modernen Häusern mit verbesserter Dämmung ist dies nicht immer gegeben. Hier müssen Sie eine Außenluftzufuhr vorsehen. Derartige Varianten werden als luftgeregelte Kaminöfen bezeichnet.

Die Installation des Ofenrohrs

Wenn Sie einen Kaminofen im Dachgeschoss einbauen, ist auch die Installation des Ofenrohrs genau geregelt. Das Abgasrohr muss aus stabilen und langlebigen Materialien gebaut sein und besonders bei einem Deckendurchbruch fachgerecht mit einem Schachtelement durch die Wände geführt werden. Der Schornsteinfeger prüft vor Inbetriebnahme des Ofens und vor dem Verschließen der Wand die korrekte Ausführung des Rohranschlusses.

Genehmigung und Abnahme Ihres Kaminofens

Bevor Sie Ihren Kaminofen im Dachgeschoss auch nutzen dürfen, müssen Sie diesen offiziell von einem Schornsteinfeger abnehmen und genehmigen lassen. Idealerweise beziehen Sie den zuständigen Bezirksschornsteinfeger schon vor dem Bau der Feuerstätte mit ein, ganz gleich, ob Sie diese nachrüsten oder im Zuge eines Dachausbaus planen. Dabei gelten nicht nur einige Vorschriften für den Kaminofen selbst, sondern auch in Bezug auf den Kaminzug, die Anbindung und die Dimensionierung des Außenkamins.

Sobald die offizielle Abnahme nach dem Bau durch den Schornsteinfeger erfolgt ist, können Sie den Ofen in Betrieb nehmen. Denken Sie auch nach der Inbetriebnahme der Feuerstätte an die vorgeschriebenen Prüfungs- und Reinigungstermine durch den zuständigen Schornsteinfeger. Ist der Kamin angezündet, sollten Sie stets ein Auge auf das Feuer haben und kleine Kinder nie unbeaufsichtigt in der Nähe des Kaminofens spielen lassen.

Loftwohnung mit offenem Kamin in Sichtbeton-Optik | VELUX Magazin
Der kühle Sichtbeton des offenen Kamins im Dachgeschoss erzeugt einen spannenden Kontrast zu der wärmenden Natur des Feuers.

Kaminofen im Dachgeschoss für gemütliche Atmosphäre

Wenn Sie Ihre Dachschräge einrichten, können Sie mit einem Kaminofen eine ganz besondere Atmosphäre schaffen. Dabei muss es nicht immer ein großer Kamin sein - auch kleine Öfen aus Speckstein, Keramik oder Emaille finden Platz in einem gemütlichen Hobbyraum auf dem Dachboden oder wenn Sie ein kuscheliges Nähzimmer einrichten wollen. Damit Sie den Ofen sicher verwenden und einen fachgerechten Brandschutz im Dachgeschoss gewährleisten können, beachten Sie die geltenden Regeln der Kamin-Verordnung. Sind Sie sich unsicher bei der Planung des Kaminofens unter dem Dach empfiehlt sich die Fachberatung durch einen Schornsteinfeger. So vermeiden Sie Verzögerungen bei der Genehmigung und können zudem sicher sein, dass ein einwandfreier Betrieb möglich ist.

FAQ – Häufig gestellte Fragen zum Thema Kamin im Dachgeschoss

Ist ein Kamin im Dachgeschoss genehmigungspflichtig?

Grundsätzlich ist jeder Kamin in Deutschland genehmigungs- und abnahmepflichtig.

Können Kaminöfen nachgerüstet werden?

Kaminöfen müssen ausgetauscht oder nachgerüstet werden, sofern diese die Anforderungen des Bundesimmissionsschutzgesetzes (BImSchG) nicht einhalten können. Nach Ablauf der Übergangsfrist, die zum 31. Dezember 2020 endete, ist eine Überschreitung der Grenzwerte aus Stufe 1 (4000 mg/m³ Kohlenmonoxid und 150 mg/m³ Feinstaub) nicht zulässig.

Dürfen mehrere Feuerstätten am Schornstein angeschlossen werden?

An einem Schornstein dürfen mehrere Kamine angeschlossen werden (in der Regel drei), sofern eine dieser Feuerstätten keinen offenen Feuerraum zum Aufstellungsraum besitzt. Dazu zählen zum Beispiel offene Kamine.

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