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Ein Kopfkissen in einem leeren Bett – hat da jemand Schlafprobleme?

INFOGRAFIK: Schlechter Schlaf – so ungesund schläft Deutschland

Ein schlechter Schlaf ist in Deutschland ein unterschätztes Problem – und das, obwohl Millionen Menschen damit zu kämpfen haben. Denn wer keine erholsame Nachtruhe hat, den plagen häufiger gesundheitliche Beschwerden, die auf keinen Fall verharmlost werden sollten. Die Folgen können nicht nur Rücken- oder Kopfschmerzen sein, sondern auch schwerwiegendere Herz-Kreislauferkrankungen. Lesen Sie hier aufschlussreiche Zahlen und Fakten, wie es um den Schlaf der Deutschen bestellt ist und was die häufigsten Folgeerscheinungen sind.

Die Menschen hierzulande schlafen immer schlechter und haben häufiger Einschlafprobleme und Durchschlafstörungen. Das ist eines der zentralen Ergebnisse gleich mehrerer Studien und Erhebungen aus der jüngsten Zeit. Laut DAK-Gesundheitsreport 2017 haben 80 Prozent der Erwerbstätigen das Gefühl, schlecht zu schlafen, sprich: ca. 34 Millionen. Seit 2010 sind Schlafstörungen bei Berufstätigen zwischen 35 und 65 Jahren um 66 Prozent angestiegen. 30,9 Prozent haben dreimal oder sogar noch häufiger in der Woche Schlafprobleme. Unter Insomnie, einer sehr schweren Schlafstörung, leidet der Studie zufolge jeder zehnte Arbeitnehmer – seit 2010 ein Anstieg um 60 Prozent. Alles andere als erfreuliche Zahlen, wie auch die weiteren Fakten in der folgenden Infografik verdeutlichen.

Die Infografik zeigt sechs Fakten zu schlechtem Schlaf in Deutschland sowie eine Frau mit Kopfschmerzen im Bett.

Schlechter Schlaf: Ursachen können verschieden sein

Laut einer Befragung des Meinungsforschungsinstitut Ipsos Observer im Auftrag der BARMER zur Schlafgesundheit berichtet jeder vierte Deutsche von Störfaktoren, die keinen erholsamen Schlaf zulassen. Die Ursachen für Schlafstörungen sind dabei vielfältig. Bei 39 Prozent der Befragten verursachen Stress und Sorgen familiärer und privater Natur Schlafstörungen. Bei 34 Prozent sind gesundheitliche Probleme die Ursache und bei 33 Prozent Stress und Sorgen im Beruf, gefolgt von einem nächtlichen Harndrang (28 Prozent), finanziellen Nöten (23 Prozent) und Lärm (15 Prozent).

Aber auch räumlich bedingte Faktoren haben einen enormen Einfluss auf die Schlafqualität. Der TK-Schlafstudie 2017 zufolge haben etwa über 40 Prozent der Deutschen Probleme mit dem Raumklima – in ihren Schlafzimmern ist es zu warm oder zu kalt. Seit einigen Jahren hat sich außerdem ein weiterer großer Störenfried in die deutschen Schlafzimmer eingeschlichen: mobile Endgeräte wie Smartphone und Tablets. Ganze 36 Prozent der Nutzer beklagen Einschlafprobleme, heißt es in der BARMER-Umfrage.

Hier erhalten Sie vertiefende Infos zu weiteren wichtigen Faktoren für gesunden Schlaf– und wie Sie die äußeren Bedingungen durch Frischluft, Dunkelheit und Co. erheblich verbessern können.

Es lohnt sich, die zu berücksichtigen. Denn wer schlecht schläft, riskiert seine Gesundheit. Welche gesundheitlichen Folgen Schlafprobleme haben können, sehen Sie hier:

Die Infografik zeigt die Gesundheitsgefahren, die durch schlechten Schlaf drohen, sowie eine Frau mit Rückenschmerzen im Bett.

Sie sehen: Schlechter Schlaf kann gravierende gesundheitliche Auswirkungen haben – insbesondere dann, wenn dieser mit generellem Bewegungsmangel einhergeht, wie eine weitere medizinische Risikostudie belegt. Und was Sie ebenfalls bedenken müssen: Abgesehen von den genannten Gesundheitsbeschwerden sind die offensichtlichen, vermeintlich kleineren Folgen wie etwa Müdigkeit nicht zu unterschätzen – sie vermindert die Leistungsfähigkeit und erhöht so die Unfallgefahr im Straßenverkehr. Laut ADAC lässt sich Schlafentzug nämlich mit Alkoholkonsum vergleichen. Nach Meinung des Automobilclubs sind 17 Stunden ohne Schlaf mit einer Blutalkoholkonzentration von 0,5 Promille gleichzusetzen, 24 Stunden mit 1,0 Promille. Umso wichtiger ist es daher, dass Sie für bestmögliche Bedingungen für einen erholsamen Schlaf sorgen.

Gegenmaßnahmen: die beliebtesten Schlaf-Helferlein

Um einem schlechten Schlaf oder Einschlafproblemen vorzubeugen, setzen die Menschen in Deutschland vorwiegend aufs Lüften im Schlafzimmer (58 Prozent), feste Schlafenszeiten (55 Prozent) und eine komplette Verdunkelung (40 Prozent), so wiederum die TK-Schlafstudie. 37 Prozent beschäftigen sich vor dem Einschlafen mit Lesen, 25 Prozent machen einen Abendspaziergang.

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