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Blick von außen auf Dachfenster-Hitzeschutz | VELUX Magazin

Hitze im Dachgeschoss – Das können Sie dagegen tun

Im Sommer erlebt man es leider (oder zum Glück?) immer wieder: Kaum klettern draußen die Temperaturen, macht sich dies auch in den eigenen vier Wänden bemerkbar. Besonders im Dachgeschoss kann es dann schon einmal unerträglich heiß werden. Es gibt jedoch hilfreiche Maßnahmen und ein paar Tricks gegen flirrende Hitze im Dachgeschoss.

Hitzeanfällige Dachgeschosse

Dachgeschosswohnungen sind durch ihre Lage besonders anfällig für erhöhte Raumtemperaturen. Die direkte Sonneneinstrahlung auf das Dach erhitzt die darunterliegenden Zimmer massiv. Da warme Luft aufsteigt, zieht diese innerhalb eines Hauses in die oberen Stockwerke und erwärmt dadurch ebenfalls das Dachgeschoss. Die Konsequenzen sind, vor allem an Sommertagen, durchgehend hohe Temperaturen im Dachgeschoss. Unterm Dach wird die Wärme außerdem meist lange gespeichert und ist dadurch auch nachts schwer zu ertragen.

Sie sollten an heißen Sommertagen besonders auf eine schnelle aber auch langfristige Kühlung Ihrer Räume im Dachgeschoss achten, besonders wenn sich dort folgende Personen aufhalten:

  • Babys und Kleinkinder
  • Ältere oder kranke Menschen
  • Personen mit Kreislaufproblemen

Diese vertragen die zusätzliche Belastung durch Hitzeeinwirkung äußerst schlecht und können gesundheitlich stark beansprucht werden.

Soforthilfen für eine kurzfristige Abkühlung

Es gibt eine ganze Reihe an Hilfsmitteln, durch die Sie im Sommer zumindest kurzzeitig etwas gegen die Dachgeschoss-Hitze unternehmen können.

Feuchte Handtücher

Viele Dachgeschossbewohner schwören auf die Anwendung von Verdampfungswärme. Um diesen Vorgang als Kühlung zu nutzen, hängen Sie feuchte Handtücher oder Bettlaken in Ihren Räumen auf. Achten Sie dabei darauf, Stoffe zu verwenden, die Wasser gut aufnehmen und speichern können. Ein hoher Baumwollanteil sorgt für einen effektiven Verdunstungsvorgang, wohingegen Acryl- und Plastikmaterialen weniger geeignet sind. Während die Stoffe trocknen, entziehen sie der Luft die dafür benötigte Energie in Form von Wärme. Auf diesem Weg wird die Temperatur in der Nähe etwas gesenkt. Um die Effektivität zu steigern, stellen Sie am besten auch einen Ventilator an die Stoffe, um die kühlere Luft gleichmäßig im Raum zu verteilen.

Teppiche auslagern

Liegen auf dem Boden Ihres Dachgeschosses dicke Teppiche, sollten Sie diese bei hohen Temperaturen auslagern. Im Winter sorgen sie durch ihre Dämmfähigkeit für Wärme. Im Sommer hingegen sind aber die unter den Teppichen liegenden Fußböden ideal dafür geeignet, Wärmeenergie aus der Luft zu speichern und so für eine kühlere Umgebung zu sorgen

Elektrische Kühlung

Eine kurzfristige Erleichterung bieten natürlich auch technische Gerätschaften. Klimaanlagen und Klimageräte können als All-in-One-Block überall aufgestellt und aktiviert werden. Sie sorgen für eine gewisse Abkühlung, sind allerdings durch ihren hohen Stromverbrauch ein spürbarer Kostenfaktor. Generell erhitzen sich elektrische Geräte durch den Stromverbrauch und erwärmen den Raum schlimmstenfalls sogar noch mehr. Daher sollten Sie möglichst wenige elektrische Geräte aktiviert haben, um ein Aufheizen der Luft zu verhindern

Dachgeschoss-Hitzeschutz | VELUX Magazin

Tipps, wie Sie die Dachgeschoss Hitze einfach aussperren

Generell sollten Sie sich angewöhnen, tagsüber nicht alle Fenster und Türen geöffnet zu halten, da hierdurch die Hitze von draußen erst recht in die Wohnung gelangt. Besser ist, Sie lüften Ihr Dachgeschoss und generell alle Räume nur morgens, spät abends und nachts, wenn es etwas kühler ist. Die wichtigste Maßnahme gegen die Hitze im Dach ist, die Hitze einfach auszusperren: mit außen liegendem Sonnenschutz wird die Wärme größtenteils bereits vor der Scheibe des Dachfensters abgehalten.

Die optimale Lösung ist ein außenliegender Rollladen. Dieser dient sogar als 3-facher Schutz: gegen Hitze, Lärm und vor Einbruch. Da Rollläden den Raum nahezu vollständig abdunkeln, sind sie die optimale Lösung bspw. für Schlafzimmer. Für Räume, in denen weiterhin Tageslicht einfallen soll, ist z.B. eine Hitzeschutz-Markise sinnvoll. Der transparente Markisenstoff lässt Licht hindurch, so dass die Sicht nach draußen nicht versperrt wird. Vor dem Einbau braucht man sich nicht zu fürchten, dieser ist in der Regel einfach von innen durchzuführen. Zusätzlich kann man elektrische Hitzeschutz-Produkte in ein Smart Home System einbinden, sodass der Überhitzungsschutz automatisch funktioniert und sich schließen, bevor es warm wird. Wer zusätzlich Verdunkelung der Dachgeschoss-Räume und Schutz vor direktem Sonnenlicht wünscht, für den kann ein passendes Dachfenster Rollo hier die Lösung sein. Aber Achtung: Innen liegende Rollos oder Jalousien sind nicht für einen ausreichenden Hitzeschutz geeignet, da die Sonnenenergie bereits durch die Scheibe in den Raum eingetreten ist.

Langfristige Lösungen zur Temperaturminderung

Mit solchen Zubehörenprodukten für das Dachfenster sind schon die wichtigsten Maßnahmen zum Hitzeschutz erfolgt. Die Installation einer großen Klimaanlage mit einem externen Generator wäre eine zusätzliche, teure Variante, da der Stromverbrauch und die Anschaffungskosten sehr hoch sind. Sollten Sie selbst nur Mieter sein und keine Umbauten vornehmen dürfen, gilt: Zwar kann bei zu starker Hitze in der Wohnung die Miete nur ganz besonderen Fällen gemindert werden, Sie können jedoch einen gewissen Wärmeschutz verlangen. Durch diese Regelungen muss Ihr Vermieter den Einbau langfristiger Lösungen, zumindest zu einem gewissen Teil, selbst tragen.

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