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Dachfenster ausmessen | VELUX Magazin

Dachfenster-Maße: Richtig messen

Ob Dachgeschossausbau oder schlichtweg der Austausch alter Fenster – Sie müssen Ihre Dachfenster ausmessen, um zu wissen, was Sie brauchen. Faktoren wie der Winkel der Dachschräge, die Mindestlichtfläche oder die Statik des Gebäudes müssen beim Ausmessen Ihrer Dachfenster jedoch berücksichtigt werden.

Das sollten Sie vor dem Dachfenster messen beachten

Ausreichend große Dachfenster geben einem Raum gleich eine ganz andere Wirkung. Je mehr dieser mit Licht geflutet wird, desto einladender und größer wirkt er. Wenn Sie Ihre alten Dachfenster austauschen, können Sie so gleichzeitig Ihre Energiebilanz verbessern. Moderne Fenster sind nämlich deutlich besser gedämmt.

Bei der Wahl Ihrer neuen Dachfenster sollten Sie aber ein paar wichtige Punkte beachten. Denn sowohl die Dachschräge an sich als auch der Fenstertyp beeinflussen die Dachfenster-Maße. Zudem sollten Sie bei einem Austausch der Fenster berücksichtigen, ob die Modellgrößen unterschiedlicher Hersteller wirklich kompatibel sind. Herstellerübergreifende Standards gibt es in diesem Sinne nämlich nicht – jede Marke hat vielmehr ihre eigenen Standardmaße. Dennoch bewegen sich die Abmessungen oftmals zwischen 78-160 cm Höhe und 54-164 cm Breite.

Individuelle Wünsche oder Sondergrößen sollten Sie zudem in Absprache mit Ihrem Fensterbauer und Dachdecker planen. Der Fachmann kann Ihnen dann auch beim Ausmessen helfen. Generell ist der Einbau oder Austausch von Dachfenstern nicht genehmigungspflichtig. Allerdings sollten Sie sich über den Bebauungsplan informieren, um sicherzustellen, dass es keine Bauauflagen gibt.

Dachfenster-Maße bei bestehenden Fenstern bestimmen

Sofern Sie Ihre alten Dachfenster austauschen wollen, ist es denkbar einfach, die entsprechenden Dachfenster-Maße zu ermitteln. Dazu müssen Sie nur Ihren Fenstertyp kennen. Das dazu nötige Typenschild bei VELUX Fenstern befindet sich am Flügel des geöffneten Fensters. Es verrät Ihnen so sowohl die Größe des Fensters als auch den Typ, sodass anhand dieser Angaben das Austauschen des alten Dachfensters kein Problem darstellt. Praktisch ist diese Information zudem dahingehend, dass Sie schnell und einfach passendes Zubehör für Ihr Dachfenster wie einen Sonnenschutz oder Rollläden kaufen können.

Sollten Sie den Fenstertyp nicht ermitteln können (Aufkleber ist nicht mehr lesbar oder wurde entfernt), können Sie die Fensterabmessungen – Flügel-Lichtmaß, Innenfutter-Nutmaß, Blendrahmen-Außenmaß – ausmessen und die Maße online mit denen der gängigen VELUX-Fenstertypen vergleichen.

Mehr Licht und offene Räume durch größere Dachfenster

Möchten Sie keinen 1:1-Austausch Ihres alten Dachfensters, sondern bevorzugen einen Fenstertausch inklusive neuer Innenverkleidung oder gar eine Fenstererweiterung, ist das dank der Typennummer Ihres Fensters ebenfalls möglich. Eine neue Innenverkleidung verbessert den Lichteinfall, während ein komplett neues, größeres Fenster selbstverständlich für noch mehr Licht im Raum sorgt. Hier können Sie ganz einfach Ihr Dachfenster konfigurieren.

Sparrenbreite und Sparrenwechsel

Jedoch müssen Sie bei einer Vergrößerung der Fensterfront beachten, dass die Baumaßnahmen mit den Gegebenheiten vor Ort übereinstimmen. Dachfenster befinden sich normalerweise zwischen zwei Dachsparren. Hier gilt die Faustformel, dass zwischen zwei Sparren sowohl die Breite des Fensters plus 4 bis 6 cm passen sollten. Wäre dieser Abstand mit dem neuen Dachfenster nicht mehr gegeben oder weist Ihr Haus (vorrangig Altbauten) viele Sparren mit wenig Abstand auf, lassen sich die Sparren anpassen. Dachdecker sowie Zimmermänner können die Sparrenbreite sowohl vergrößern als auch schmälern – diese Eingriffe auf die Statik sind nur vom Fachmann durchzuführen und können eine Statikprüfung notwendig machen. Übrigens: Das Dach muss für den Ausschnitt der Dachfenster abgedeckt und anschließend wieder eingedeckt werden. Berücksichtigen Sie diese Kostenpunkte daher immer beim Fensterwechsel oder -ausbau.

Wichtige Hinweise zu den Dachfenster-Maßen

Wollen Sie die Dachfenster-Maße korrekt bestimmen, zählen nicht nur die sogenannten Außenmaße, sondern auch der Winkel der Dachschräge, das Fenstermodell sowie Empfehlungen der Handwerker. Bauverordnungen und eine DIN-Norm für Fenster in Wohnräumen legen außerdem folgende relevante Punkt beim Dachfenster einbauen fest:

  • Die Summe aller Breiten der Fenster im Raum soll mindestens 55 Prozent der Breite des Wohnraumes entsprechen. Die Mindestlichtfläche ist bundeslandabhängig in den Bauverordnungen festgeschrieben und beträgt rund 10-12,5 Prozent der Raumgrundfläche. Diese Mindestlichtfläche berechnet sich aus der Höhe multipliziert mit der Breite aller Fenster im Raum.
  • Die Fensteroberkante sollte mindestens 2 m über dem Boden verlaufen.
  • Die Fensterunterkante hingegen sollte 90 cm über dem Boden verlaufen.

Wichtig ist hier jedoch, welches Fenstermodell Sie verbauen wollen. Schwingfenster weisen am besten eine Fensterunterkante von 90 cm auf, während für Klapp-Schwing-Fenster aufgrund der Untenbedienung eine Fensterunterkante von 120 cm erforderlich ist.

Dachfenster richtig ausmessen

Für das Ausmessen des Fenstermaßes benötigen Sie nur ein Maßband oder einen Zollstock sowie ein Winkelmesser. Grund hierfür: Je flacher der Winkel der Dachschräge ist, desto größer bzw. höher werden die Fenster, da so ein besserer Lichteinfall gegeben ist. Möchten Sie Ihr Dachfenster austauschen sind vor allem die vier im Bild zu sehenden Maße wichtig, die Sie sowohl quer als auch länglich benötigen:

Skizze mit den Maßen für richtiges Dachfenster messen - VELUX Magazin

Wichtig beim Austausch des Dachfensters ist vor allem das Innenfutter-Nutmaß, auch Innenfutter-Lichtmaß genannt dieses Maß ist für die Fensterbestellung meist ausreichend. So messen Sie das Innenfutter-Nutmaß: Messen Sie dafür den Abstand der Nute – also der sogenannten „Kanten“ – des Innenfutters aus.
ACHTUNG: Wenn auch die Innenverkleidung erneuert wird, sollte Sie auch das Blendrahmen-Außenmaß kennen. Hierzu messen Sie den Abstand der äußeren Abschlüsse des Blendrahmens aus.

Weitere Begriffe beim Fensteraufmaß:

Weitere Maße ergeben sich aus den Fenstertypen und sind für eine Fensterbestellung nicht notwendig, lassen Sie sich davon nicht verwirren, sie werden nur unter bestimmten Umständen relevant.

  • Außenmaße: Um alle relevanten Außenmaße zu erhalten, müssen Sie das Flügelrahmenaußenmaß (Abstand der äußeren Kanten des Flügelrahmens), Dämmblockaußenmaß (Abstand der äußeren Kanten der Dämmung) und das Blendrahmenaußenmaß (Abstand der äußeren Abschlüsse des Blendrahmens) ausmessen.
  • Lichtmaße (s. Grafik): Zu den Lichtmaßen zählen neben dem Innenfutter-Nutmaß und dem Blendrahmenlichtmaß das Flügel-Lichtmaß und das Scheiben-Lichtmaß.
    • Scheiben-Lichtmaß: Länge und Breite der Fensterscheibe ohne Fensterflügel.
    • Flügel-Lichtmaß: Länge und Breite des Fensterflügels (bewegliche Verschlussfläche eines Fensters).
  • Öffnungsweite: Diese gibt an, mit welcher Größe Sie im Fensterrahmen unter dem Fenster stehen können. Die Öffnungsweite lässt sich aus dem Abstand der unteren Flügelkante und der oberen Fensterrahmenkante berechnen.
  • Lüftungsfläche: Je höher die Öffnungsweite, desto schneller lässt sich ein Raum lüften. Dazu müssen Sie nur die errechnete Öffnungsweite mit der Höhe und Breite des Dachfensters multiplizieren und schon haben Sie die Kubikmeterzahl des Luftaustausches durch das Fenster berechnet.
  • Austauschmaß: Hierunter versteht man die Höhe und Breite der Fensterlaibung.

Flachdachfenster-Maße

Wollen Sie moderne Flachdachfenster und deren Maße bestimmen, sollten Sie folgendes beachten: Das praktische Flachdachfenster ist natürlich nicht vom Winkel der Wand abhängig. Ist es jedoch leicht zugänglich (beispielsweise auf einer Dachterrasse), ist die Verglasung mit Sicherheitsglas Pflicht. Sollten Sie sich das Ausmessen auf dem Dach nicht zutrauen, lassen Sie den Profi ans Werk.

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