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Wie lüfte ich richtig? So schaffen Sie ein angenehmes Raumklima bis ins Dachgeschoss

60 Prozent aller Europäer lüften nicht häufig genug. Dabei ist es für angenehme und gesunde Raumluft unerlässlich: Sie sorgen damit nicht nur für angenehme Raumtemperaturen zu jeder Jahreszeit, auch ungesunden Bestandteilen der Luft, Schimmelbildung und hohen Heizkosten können Sie so effektiv entgegenwirken. Schon das Beachten einiger weniger Tipps spart so Geld und Nerven. Die Antwort auf die Frage: Wie lüfte ich richtig? Und viele hilfreiche Tricks erfahren Sie hier.

Lüften ist nicht gleich Lüften – Veränderte Anforderungen je nach Jahreszeit

Frische Luft ist gesund. Auf das Lüften aller Räumlichkeiten sollten Sie daher zu keiner Zeit verzichten. Eine weit verbreitete Lüftungsmethode ist dabei, das Fenster bei Abwesenheit oder über Nacht mehrere Stunden gekippt geöffnet zu lassen. Besonders im Winter sorgt dieses Verfahren zwar für den wichtigen Luftaustausch im Zimmer, verursacht jedoch einen erheblichen Anstieg Ihrer Heizkosten. Gerade in der kalten Jahreszeit empfiehlt es sich daher, die Fenster nur für einen Zeitraum von fünf bis zehn Minuten weit geöffnet zu lassen. So kann die angestaute Feuchtigkeit in der Luft aus den Räumen entweichen. Ein Wärmeverlust kann natürlich nicht gänzlich vermieden werden, aber Boden und Wände kühlen nicht aus und es wird schnell wieder kuschelig warm.  Um heiße Temperaturen im Sommer zu vermeiden, sollte man nicht während der besonders heißen Mittagszeit lüften, sondern dies in die kühlen Morgen- und Abendstunden verschieben.

Im Sommer wie im Winter ist das sogenannte Querlüften sinnvoll. Hierbei öffnen Sie möglichst viele Fenster und Türen in der Wohnung – möglichst auf gegenüberliegenden Seiten des Gebäudes, sodass ein Durchzug entsteht, der den Luftaustausch beschleunigt. Im Sommer können Sie Ihre Fenster aber auch guten Gewissens bis zu 30 Minuten geöffnet lassen.

Richtig Lüften_Durchzug

Vom Keller bis zum Dachgeschoss lüften - Den Lüftungsbedarf den Wohnräumen anpassen

Zusätzlich zu den unterschiedlichen Anforderungen über das Jahr hinweg sollten Sie sich unbedingt die Frage stellen: Wie lüfte ich welchen Raum richtig? Auch in dieser Hinsicht ergeben sich unterschiedliche Ansprüche. Als Grundregel gilt hierbei, dass nach einer akuten Feuchtigkeitsbildung, wie sie vor allem in der Küche und im Badezimmer entsteht, das sofortige Stoßlüften am sinnvollsten ist. So kann die Feuchtigkeit optimal entweichen und Sie vermeiden eine unliebsame Schimmelbildung. Wichtig: die Türen müssen geschlossen sein, damit die Feuchtigkeit nicht in andere Räume abzieht. Alle anderen Zimmer sollten Sie mindestens einmal täglich lüften, um ein gesundes Raumklima  zu garantieren.

Auch Räume, in denen Sie sich wenig aufhalten, wie ein unbewohntes Dachgeschoss oder der Keller, sollten regelmäßig gelüftet werden. Wenn kein Fenster vorhanden ist, kann auch schon eine geöffnete Tür für etwas Luftaustausch sorgen. Wenn Sie eine Wohnung im Dachgeschoss haben oder Ihr Obergeschoss im Haus Dachschrägen hat, können Sie auf ausgeklügelte Lüftungssysteme über Ihre Dachfenster setzen. VELUX Lüftungssysteme fürs Dachgeschoss sind eine intelligente und bequeme Lösung für ein gutes Raumklima. Sie sorgen, unabhängig vom Wetter für eine durchgängige Luftzirkulation und damit für ein energiesparendes Lüften im Dachgeschoss ohne Wärmeverlust im Winter. Sie lassen sich auch mit einem Abluftsystem kombinieren. Für feuchte Räume, wie einem Badezimmer, gibt es Lösungen, die sich der Luftfeuchtigkeit im Raum anpassen. Oder überlassen Sie das Lüften einem Smart Home-System und optimieren Sie so das Raumklima.

Lüftungskonzepte können individuell angepasst werden

In Neubauten oder auch nach Modernisierungsmaßnahmen können durch verschiedene Materialien, wie Klebstoffe, Bauschaum oder Bodenbeläge, Ausdünstungen entstehen, die für den Menschen giftig sind. In diesen Fällen ist ein passendes Lüftungskonzept besonders wichtig. Sprechen Sie Ihren Bauplaner oder Ihren Dachhandwerker gezielt darauf an, denn die EnEV (Energieeinsparverordnung) verlangt seit 2009 die Dokumentation eines Lüftungskonzeptes für mögliche Schadensersatzansprüche im Nachgang.
Wenn Sie Ihre Wäsche im Hauswirtschaftsraum aufhängen, besteht hier sicher eine erhöhte Luftfeuchtigkeit. In diesem Fall kann der Erwerb eines Hygrometers von Vorteil sein. Das Hygrometer misst, wie viel Wasser in der Luft gelöst ist und gibt so Aufschluss darüber, wann und wie lange Sie lüften müssen.

In Wohnräumen, die aus baulichen oder auch anderen Gründen besonders anfällig für eine schlechte Luftqualität sind, empfiehlt sich zudem die Nutzung eines sogenannten VOC-Sensors. Dieser kleine Sensor zeigt durch ein LED-Licht an, ob die Luftqualität gut, noch gerade ausreichend oder schlecht ist. Der Stick fungiert dabei als Hygrometer, misst aber gleichzeitig auch die Konzentration anderer flüchtiger organischer Verbindungen, wie zum Beispiel Klebstoff, in der Luft. Wie lüfte ich richtig – Bei der Beantwortung dieser Frage kann Ihnen der VOC-Sensor definitiv behilflich sein.

Richtig Lüften_Kinderzimmer

Weitere Maßnahmen für eine optimale Luftqualität

Um die Frage – Wie lüfte ich richtig? – umfassend zu beantworten, gibt es einige weitere Regeln, die Sie für den Erhalt eines gleichbleibend guten Raumklimas unbedingt beachten sollten. Hierzu gehört zum Beispiel:

  • der Besitz von Zimmerpflanzen. Einige Pflanzen im Zimmer zu haben, kann Ihre Luftqualität verbessern, zu viele Pflanzen in einem Raum können jedoch einen gegenteiligen Effekt mit sich bringen. Daher sollten Sie darauf achten, Ihre Fensterbänke nur in Maßen zu begrünen.
  • Ihre Wäsche nach Möglichkeit nicht in Ihren Wohnräumen zu trocknen - ein wichtiger Tipp zur Verringerung der Luftfeuchtigkeit, der aber häufig vergessen wird. So wird die Feuchtigkeitsbildung durch die nasse Wäsche am effizientesten vermieden.
  • das Herunterdrehen der Heizung. So können Sie langfristig eine starke Reduzierung Ihrer Heizkosten erzielen, ohne dass die Luftqualität in Ihren Wohnräumen darunter leidet.

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