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Die Kombination aus mehreren Dachfenstern lässt extra viel Licht in den Raum

Natürlicher Stimmungsaufheller: Durch viel Tageslicht Depressionen vorbeugen

Viel hilft viel: Tageslicht beugt nicht nur Depressionen vor, es steigert auch die gute Laune – bei Kindern wie Erwachsenen. Insbesondere in der dunklen Jahreszeit ist das ein wichtiger Glücksfaktor, wenn das Wetter die tägliche Lichtausbeute rapide sinken lässt und man noch mehr Zeit in den eigenen vier Wänden verbringt.

Die Sehnsucht nach Sonnenlicht ist dem Menschen eigen: Kaum etwas prägt unsere Stimmung so sehr, ob positiv oder negativ. Daran hat auch die Elektrifizierung wenig geändert. Trotz der ständigen Präsenz des elektrischen Lichts, beeinflusst natürliches Tageslicht den menschlichen Körper auf eine ganz andere Art: Über unsere Augen wirkt es direkt auf unser Gehirn und aktiviert die Produktion von Serotonin, dem sogenannten Glückshormon. Der Botenstoff hebt Stimmung und Motivation, fördert Schlaf und hilft dabei, Stress abzubauen. Selbst einer Depression kann Tageslicht vorbeugen.

Gute Laune: Wie Licht unseren Alltag prägt

Alles ist erleuchtet: Unsere Wohnung, das Büro und selbst die Straßen werden mit elektrischem Licht in Szene gesetzt. Für die Orientierung und die meisten Sehaufgaben reicht das aus. Für normale Büro- und Schreibarbeiten ist beispielsweise eine Beleuchtungsstärke von 500 Lux vorgeschrieben. Doch selbst ein trüber Herbsttag kommt auf 6.000 Lux, und bei strahlender Sonne im Sommer werden in Deutschland rund 90.000 Lux gemessen. Wenn wir allerdings nahezu 90 Prozent unserer Zeit in geschlossenen Räumen verbringen und uns dessen nicht einmal bewusst sind, wie eine Studie von VELUX in Zusammenarbeit mit dem Meinungsforschungsinstitut YouGov feststellte, kommt davon kaum etwas bei uns an. Von der höheren Leistungsfähigkeit und der guten Laune, die dieses Licht fördert, profitieren wir kaum.

Licht wirkt sich positiv auf unsere Stimmung aus
Der Nachwuchs benötigt möglichst viel Tageslicht.

Lichtmangel als mögliche Ursache für depressive Verstimmung

Ausreichend natürliches Tageslicht als natürlicher Stimmungsaufheller beugt Depressionen vor und verbessert die Leistungs- und Konzentrationsfähigkeit – auch bei Kindern. Darüber hinaus hat ein Tagesrhythmus, der sich am Lauf der Sonne orientiert, positive Auswirkungen auf uns: Während das blaue Licht am Morgen den Körper aktiviert, bewirkt des rötliche Abendlicht Entspannung. Das lässt speziell den Nachwuchs zur Ruhe kommen und fördert einen gesunden, erholsamen Schlaf. Eine durchgängige Beleuchtung mit LEDs, die einen hohen Anteil an blauem Licht besitzen, bringt diesen Rhythmus durcheinander und kann Schlafprobleme auslösen. Das gilt insbesondere auch für Computer-, Tablet- und Smartphone-Bildschirme, deren LED-Licht ebenfalls einen hohen Blauanteil besitzen.

Tageslicht als Glücksfaktor in Schulen, Kitas und Kinderzimmern

Drei Oberlichter lassen extra viel Licht in diese Kindertagesstätte – die Kinder freut es
Tageslicht ist gut für die Konzentrations- und Leistungsfähigkeit.

Schulen und Kitas nehmen diese Erkenntnisse ernst. Immer mehr Einrichtungen setzen auf helle Räume und viel Licht für gute Laune unter den Kindern. Das Kinderzimmer sollte ebenfalls darauf ausgerichtet sein. Große Fenster sind dafür ideal, schräge Dachfenster lassen sogar noch mehr Tageslicht in die Wohnung. Unter flachen Dächern, etwa in Bungalows, können Oberlichter für lichtdurchflutete Kinderzimmer und gut aufgelegten Nachwuchs sorgen. Im Sommer, wenn sich das Kinderleben nach draußen verlagert, können die Fenster einfach mit Hitze- und Sonnenschutzlösungen bestückt werden, um Stauwärme in den Räumen zu verhindern. Damit bleiben Sie flexibel zu jeder Jahreszeit – und Ihr Kind profitiert auch dann von den positiven Effekten des Tageslichts, wenn es gerade nicht unter freiem Himmel spielen kann.

Was kann noch gegen Depressionen helfen?

Wenn es trotz allem an ausreichend Licht fehlt, können Schlaflosigkeit und Stimmungsschwankungen bis hin zu Depressionen auftreten. Die Winterdepression, auch Winterblues genannt, steht im Zusammenhang mit Lichtmangel und kann unter anderen mit Lichttherapien behandelt werden. Die Wirkung von Lichttherapien kann laut einer kanadischen Untersuchung unter Umständen sogar besser sein, als die Effekte von antidepressiven Medikamenten.

Licht gegen Depression – die Natur hilft eben oft am besten. Denn trotz aller technischen Hilfsmittel bleibt das Tageslicht mit seiner Wirkung auf Erwachsene und Kinder einzigartig. Keine LED-Leuchte kann die Zusammensetzung des Lichts so perfekt mischen wie die Sonne.

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