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Daylight in your eyes: Fünf Gründe, warum viel Tageslicht in meiner Wohnung gut für meine Gesundheit ist

Tageslicht ist aber deutlich mehr als nur ein Helligkeits-Lieferant: eine ausreichende Versorgung mit Tageslicht ist besonders wichtig für den menschlichen Körper. Auch außerhalb des sichtbaren Bereiches hat es eine extrem positive Wirkung und ist eine zentrale Zutat für das Wohlbefinden und unsere Gesundheit. Neben der Ausschüttung des „Glückshormons“ Serotonin werden über die Aufnahme von Sonnenlicht beispielsweise Hormone gesteuert, die für Wachheit und Konzentration sorgen. Studien zeigen, dass die Produktivität in Büroräumen durch ausreichendes Tageslicht um bis zu 15% steigt.

Wir erklären Ihnen anhand von fünf Punkten die Wirkung von Licht auf Menschen und warum eine ausreichende Versorgung mit Tageslicht so wichtig für unsere Gesundheit ist.

1. Tageslicht ist gut für die Stimmung

Tageslicht ist sowohl aus physiologischer als auch psychologischer Sicht wichtig für die Gesundheit. Jüngste Untersuchungen haben gezeigt, wie signifikant die Wirkung von Tageslicht auf die Stimmung sein kann – und laut der Umfrage sind sich die meisten Menschen dieser Wirkung durchaus bewusst. Bei der YouGov-Umfrage gaben 68 % der Befragten an, dass sich Tageslicht signifikant auf ihre Stimmung auswirkt. Das alles ist bekannt – schließlich wissen wir alle, wie sich an einem hellen sonnigen Tag auch unsere Stimmung aufhellen kann und dass Licht ein effektives Antidepressivum ist. Eine 2016 in Kanada durchgeführte Untersuchung zeigt, dass bei der Behandlung nicht saisonaler Depressionen eine Lichttherapie wesentlich wirkungsvoller ist als das Antidepressivum Fluoxetin.

2. Saisonale Traurigkeit oft bedingt durch Tageslichtmangel

Experten schätzen, dass etwa 15 % der Weltbevölkerung in unterschiedlichem Maße an einer jahreszeitlich bedingten Depression oder Winterdepression leiden. Typische Symptome einer jahreszeitlich bedingten Depression sind Müdigkeit, ein Mangel an Motivation, das Gefühl von Hoffnungslosigkeit und Niedergeschlagenheit sowie Schlafstörungen. Als effektivste Behandlung nennen viele Experten auch hier die Lichttherapie.

3. Tageslicht bestimmt unseren Tagesrhythmus

Nur durch das richtige Licht kann unser Körper mit dem 24-Stunden-Rhythmus aus Schlaf, Arbeit und Freizeit zwischen Licht und Dunkelheit umgehen. Tageslicht am Morgen macht wach und trägt auch zu einem guten Schlaf bei. Abends sollte man sich nicht zu viel künstlichem Licht aussetzen. Außerdem helfen Rollläden und Verdunkelungsrollos, um auch nachts einen gesunden Schlaf im Dunkeln zu garantieren.

4. Licht ist nicht gleich Licht

Ein Problem ist, dass die Lichtmenge, die wir für unser visuelles System brauchen, wesentlich geringer ist als die Menge, die Steuerung unserer inneren Uhr   benötigt. Einfach gesagt: nur weil es hell ist, bekommt unser Körper nicht unbedingt genug Licht. Typische Beleuchtungsstärken in Innenräumen von 300 – 500 Lux empfinden wir als angenehm, um die meisten „Sehaufgaben“ erledigen zu können. Für die stabile Regulierung unserer körpereigenen Uhr und dem damit verbundenen Wach-Schlaf-Rhythmus sind sie in den meisten Fällen zu niedrig.

5. Tageslichtmangel kann man nicht mit Kunstlicht vorbeugen

Das Licht der Sonne ist einzigartig. Auch wenn mittlerweile zahlreiche ”Tageslicht-Lampen” verkaufen werden, können diese das ursprüngliche Sonnenlicht nicht ersetzen oder einem Tageslichtmangel vorbeugen. Die Kombination aus der Intensität, dem Farbspektrum und der Richtung kann aktuell noch nicht von Kunstlicht nachgeahmt werden. Grade daher ist es wichtig, sich dem echten Sonnenlicht auszusetzen, um seine positive Wirkung auf die Gesundheit auszunutzen.

Diese negativen Folgen von Tageslichtmangel kann man schon durch kleine Anpassungen im Alltag verhindern. Verlassen Sie das Gebäude, legen Sie den Arbeitsweg zu Fuß oder mit dem Rad zurück, verlegen Sie Ihre Pause nach draußen und verbringen Sie mehr Zeit in der Natur. Auch in der Wohnung sollten Sie auf Tageslicht achten – Sie werden merken, dass Ihre Aufmerksamkeit, Zufriedenheit und Konzentrationsfähigkeit davon profitieren wird.

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