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Bepflanztes Flachdach mit vier Dachfenstern | VELUX Magazin

Hochwertige Flachdach-Dämmung

Hochwertige Flachdach-Dämmung

Eine Flachdach-Dämmung will gut gewählt sein. Sie ist maßgeblich daran beteiligt, ob ein Flachdach im Laufe der Zeit Feuchtigkeitsschäden entwickelt und eine lange Lebensdauer aufweist. Dabei wird unterschieden zwischen genutzten und ungenutzten Flachdächern sowie den verschiedenen Dachkonstruktionen. Wir erklären, wie Sie Ihr Flachdach dämmen können, welche Dämmstoffe in Frage kommen und worauf Sie achten sollten.

Besonderheiten von Flachdächern

Flachdächer gelten im Vergleich zu Sattel- und Steildächern als einfache Dachform. Ihre Neigung liegt meist unter zehn bzw. fünf Grad. Das Flachdach-Gefälle ist somit besonders niedrig. Genau das stellt das moderne Flachdach vor zwei Hürden:

  1. Regenwasser muss trotz niedrigem Gefälle abfließen.
  2. Ob begehbar oder nicht, das Dach muss über eine widerstandsfähige Flachdach-Dämmung verfügen und optimale Wärmedämmung garantieren.

Bedeutung der Flachdach-Dämmung

Ist eine Flachdach-Dämmung überhaupt notwendig? Die Antwort ist einfach: Unbedingt. Schon rein rechtlich ist bei Bau- und Sanierarbeiten seit 2020 das Gebäudeenergiegesetz (GEG) zu beachten. Dieses gibt Richtlinien für klimaneutrale Modernisierungen beheizter und klimatisierter Gebäude vor. Je nach Gebäudetyp und -alter ist eine Dachdämmung jedoch nicht nur Vorschrift, sie bietet auch viele Vorteile.

Ungedämmte Gebäude weisen beispielsweise zwischen 30 bis 35 Prozent Energieverlust auf. 15 bis 20 Prozent davon über ungedämmte Dächer. Das ist nicht nur teuer, sondern auch schlecht für die Umwelt. Hochwertige Dämmsysteme und -stoffe optimieren Energieeffizienz, senken Heizkosten, verbessern das Gebäudeklima und schonen die Umwelt.

Wann ist eine Dachdämmung Vorschrift?

Wer ein Haus baut bzw. saniert muss sich an GEG-Richtlinien halten. Entscheidend ist der U-Wert (Wärmedurchgangskoeffizient). Dieser definiert die Wärmeleistung und gibt an, wie viel Wärmemenge pro Zeiteinheit durch 1m² Bauelement strömt, wenn zwischen Außen- und Innenwand konstant 1 K (Grad) Temperaturunterschied besteht. Für neue Flachdach-Dämmungen gilt ein U-Wert von maximal 0,20 W/(m² K).

Flachdach dämmen: Wichtige Anforderungen

Die Dämmung eines Flachdaches soll vor Kälte und Hitze schützen. Dafür muss die Dämmung hohen Ansprüchen genügen und der Witterung widerstehen. Viele schrecken daher vor der Wahl eines Flachdaches zurück oder schieben die nachträgliche Dachdämmung auf. Mit leistungsfähigen Dämmmethoden lässt sich jedoch nicht nur Energie sparen, sondern auch der Immobilienwert steigern.

Wichtig ist, dass Dämmungen und Flachdach-Abdichtungen gegen Nässe, Feuchtigkeit und Temperaturschwankungen sowie gegen Kontakt mit beheizten Räumen beständig sind. Im Fall begehbarer Flachdächer müssen Sie wiederum hohe Druckfestigkeit bieten. Zu klären ist auch, ob das Flachdach-Gefälle für die Entwässerung von Niederschlag und Schmelzwasser genügt oder ob eine Gefälledämmung notwendig ist.

Handwerker dämmt das Flachdach innen | VELUX Magazin
Die Dämmung Ihres Flachdaches ist sehr wichtig, um es gut vor externen Einflüssen zu schützen. Wird das Dach viel benutzt, sollten Sie unbedingt auf die Verwendung von robusten Materialien achten.

Methoden zur Flachdach-Dämmung

Methoden zur Dämmung eines Flachdaches unterscheiden sich nach Bauart und Flachdach-Konstruktion. Zu den Hauptformen der Flachdach-Dämmung und energetischer Sanierung zählen: Kaltdach, Warmdach und Umkehrdach.

Bauart

Dämmung

Vorteile

Hinweise

Kaltdach (belüftet, zweischalig)

Abdichtung oberhalb,

Luftschicht zwischen Abdichtung und Dämmung,

Dämmung unten

Integrierte Lüftungsschicht gegen Feuchtigkeit

Erfordert Platz zwischen Raumdecke und Dachabdichtung,
ist bauphysikalisch aufwändig

Warmdach

(unbelüftet, einschalig)

Abdichtung oberhalb, Trennlage zwischen Abdichtung und Dämmung,

Dämmung luftdicht darunter, innenseitig eine Dampfsperre

Leicht anzubringen, da keine Luftschicht nötig

Dichte raumseitige Dampfsperre erforderlich, da Dämmung sonst undicht und schimmelanfällig

Umkehrdach (unbelüftet, umgekehrt einschalig)

Flachdachdämmung oberhalb, Dampfsperre/Abdichtung darunter, innenseitig Trennschicht

Schützt Abdichtung vor Witterung;
bei Sanierung besonders schnelle Dämmmethode

Dämmkonstruktion muss dicht, widerstandsfähig und wasserabweisend sein (z.B. durch XPS oder PUR)

Begrünung, Kies

Zusätzliche Dämmebene für Kalt-, Warm- und Umkehrdach

Begrünung als zusätzlicher Dämmschutz

Kostenintensiv und auf Dämmung abzustimmen

Geeignete Dampfsperre wählen

Um Flachdächer gegen Feuchtigkeit aus Innenräumen zu schützen, ist eine Dampfsperre nötig. Diese kommt als Kunststoff-, Aluminium- oder Bitumenfolie zum Einsatz. Der sogenannte sd-Wert (Sperrwert) zeigt an, wie resistent sie gegen Feuchtigkeitsverdunstung ist. Ein hoher sd-Wert steht für eine hohe Undurchlässigkeit gegen Wasserdampf.

Richtige Materialwahl

Bei der Wahl der Dämmstoffe oder Dämmsysteme kommt es auf Bauart, Flachdach-Gefälle, und Nutzung des Flachdaches. Bei begehbaren Umkehr- und Warmdächern müssen Dämmmaterialien über hohe Dichte und Druckbeständigkeit verfügen. Bei ungenutzten Flachdächern ist die Materialwahl relativ uneingeschränkt.

Folgende Faktoren sind zu beachten:

  • Geringe Wärmeleitfähigkeit (niedriger U-Wert)
  • Baustoffklasse mit gutem Brandschutz (mindestens Baustoffklasse B2 nach DIN 4102 und DIN EN 13501)
  • Hohe Druckfestigkeit bei genutzten Flachdächern
  • Passend zum Dachgefälle (bei zu niedrigem Gefälle zur gezielten Wasserabführung Gefälleplatten verwenden)
  • Gewicht der Dämmkonstruktion
  • Gute Temperatureigenschaften
  • Wasser- und Schimmelresistenz
  • Nachhaltige Baustoffe
  • Optimales Kosten-Nutzen-Verhältnis
  • Leichte Verarbeitung

Dämmstoffe und Dämmsysteme

Welcher Dämmstoff der „beste“ ist, hängt von Alter, Zustand und Lage des Objekts ab. Weitere Faktoren sind örtliches Klima und die Dachnutzung. Für ungenutzte Flachdächer eignen sich weniger belastbare Stoffe als zum Beispiel bei Parkdächern oder Dächern mit Solaranlagen.

Marktführer bei den Dämmmaterialien sind mit 90 % Marktanteil Expandiertes-Polystyrol (Styropor) sowie Mineralwolle. Anorganischen Dämmmaterialien gegenüber stehen organische Stoffe wie Hanf, Flachs, Kork, Schafwolle, Kokos und Zellulose. Diese bieten eine bessere Ökobilanz und empfehlen sich im Sinne eines nachhaltigen Bauens. Auch für eine ökologische Dachsanierung sollten natürliche Dämmstoffe verwendet werden.

Auch eine Dachbegrünung zählt als Maßnahme zur Dämmung und wird sogar über die KfW gefördert. Mit einem Gründach unterstützen Sie den Umweltschutz im doppelten Sinne: Ihr Haus weist nicht nur eine bessere Energieeffizienz auf, Sie schaffen gleichzeitig Wohnräume Nahrungsquellen für Insekten und Co.

Typische Dämmstoffe

  • EPS: Expandiertes-Polystyrol
  • Mineralwolle (z.B. Steinwolle und Glaswolle)
  • XPS: Extrudierter Polystyrol-Hartschaum/Styrodur
  • Schaumglas
  • PUR: Polyurethan
  • Ökologische Dämmmaterialien: Hanf, Flachs, Kork, Schafwolle, Kokos und Zellulose

Die Eignung sollten Sie im Rahmen einer professionellen Energieberatung klären. Diese wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie mit bis zu 80 Prozent für Privathaushalte gefördert.

Empfohlene Dämmung fürs Flachdach

Dachkonstruktion

Empfohlenes Dämmmaterial/-system

Kaltdach

Feuchtigkeits-/schimmelresistente, nicht brennbare Mineralwolle oder organische/ökologische Dämmmaterialien wie Zellulose

Warmdach

Druckfeste Dämmplatten aus XPS, EPS, PUR oder Schaumglas (ggfs. mit Schalung aus Holz/Bitumenbahnen für die Anbringung der Abdichtung)

Umkehrdach

Druckfeste Dämmplatten aus XPS, EPS, PUR oder Schaumglas

Gut isolierte Flachdach-Fenster nicht vergessen

Flachdächer mit modernen VELUX Flachdach-Fenstern sind besonders reizvoll. Ob mit Konvex-Glas, Flach-Glas oder Lichtkuppel – VELUX Flachdach-Fenster sorgen für helle Räume, Himmelsblick und angenehm klimatisierte Räume. Hier kommt es jedoch darauf an, Flachdach-Fenster auf die Flachdach-Dämmung abzustimmen. Auch nachträglich lassen sich Bestandsfenster isolieren, um Energie zu sparen, Kosten zu senken und die Umwelt zu schonen.

Auf folgende Faktoren zur Isolierung von Flachdach-Fenstern ist zu achten:

  • Undurchlässige, nicht poröse Fensterdichtung
  • Innenliegende Isolierfolien gegen Außenkälte und Wärmeverlust (keine langfristige Lösung)
  • Dachfenster-Rollläden als Wärmeschutz im Sommer und gegen Energieverlust im Winter

FAQ – Häufig gestellte Fragen zur Flachdach-Dämmung

Welche Dämmung eignet sich für Ihr Flachdach?

Bei intensivem Gebrauch (z.B. als Dachterrasse oder Parkdach) sind druckfeste Materialien wie XPS, PU, EPS oder Schaumglas gefragt, bei ungenutzten Flachdächern eignen sich fast alle Dämmstoffe. Handelt es sich um Umkehrdächer ist besonders dicke, widerstandsfähige Dämmung nötig, da sie hoher Belastung ausgesetzt ist. Bei Kaltdächern ist zu beachten, dass innenseitig eine diffusionsoffene Dampfbremse vorliegt.

Was kostet eine Flachdach-Dämmung?

Das Kaltdach ist mit 45 bis 75 Euro pro Quadratmeter die günstigste Variante, jedoch sehr aufwändig. Warmdach und Umkehrdach bieten bauphysikalisch mehr Vorteile und liegen zwischen 80 und 120 € pro Quadratmeter. Der Vorteil einer Flachdach-Dämmung ist, dass Sie Anspruch auf staatliche Förderung von 20 Prozent (gemäß BEG EM des BAFA) und 25 Prozent im Falle eines zertifizierten Individuellen Sanierungsfahrplans (IFSP) haben.

Wie stark muss die Dämmung eines Flachdaches sein?

Die Dämmstärke wird seit November 2020 vom Gebäudeenergiegesetz vorgeschrieben. Wie dick die Dämmung sein muss, hängt von individuellen Baueigenschaften ab. Vorgeschrieben ist ein maximaler U-Wert von 0,20 W/ (m²K) bei einer Innentemperatur von 19 Grad Celsius.

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