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Regen tropft auf ein Dachfenster | VELUX Magazin

Warum das Lüften auch bei Regen sinnvoll ist

Warum das Lüften auch bei Regen sinnvoll ist

Haben Sie bei langanhaltenden Regenschauern auch schon einmal überlegt, ob Sie nun lüften oder das Fenster lieber geschlossen lassen sollten? Fakt ist: Um ein gesundes Raumklima zu gewährleisten, müssen Sie auch bei Regenwetter regelmäßig lüften. Ausschlaggebend ist hierbei allerdings das richtige Lüftungsverhalten.

Darum ist Lüften bei Regenwetter so wichtig

Lüften ist wichtig für ein gesundes Raumklima und um Schimmel zu vermeiden – bei jeder Wetterlage und zu jeder Jahreszeit. Lüften Sie nicht regelmäßig, ist die Luft in Ihrem Räumen nach einiger Zeit verbraucht. Sie ist dann mit Schadstoffen und Staub angereichert und die Luftfeuchtigkeit steigt. Dieser Zustand ist einerseits mit gesundheitlichen Risiken verbunden, andererseits wird die Bildung von Schimmel begünstigt. Durch das Lüften erzeugen Sie einen Luftaustausch zwischen verbrauchter und feuchter Raumluft sowie frischer und trockener Außenluft.

Dass die Fenster bei Regen geschlossen bleiben sollten, damit keine zusätzliche Feuchtigkeit in die Räume gelangt, ist übrigens ein Trugschluss. Obwohl warme Luft mehr Feuchtigkeit aufnehmen kann als kalte, sollten Sie auch bei feuchtem Wetter regelmäßig lüften. Denn die erwärmte Außenluft ist immer noch trockener als die Luft in Ihren eigenen vier Wänden.

Lüften bei hoher Luftfeuchtigkeit draußen: so funktioniert es

Beim Lüften während es regnet, kommt es vor allem auf die richtige Herangehensweise an. Ein Hygrometer kann durchaus eine sinnvolle Investition sein, wenn es um das richtige Lüften geht. Es gibt Auskunft über die Luftfeuchtigkeit im Raum und liefert Ihnen so zuverlässige Informationen, wann Sie lüften sollten. Je nach Zimmertemperatur gilt ein Mittelwert von 50 Prozent Raumluftfeuchte. Während der kalten Monate sollten Sie spätestens bei einer Luftfeuchte über 60 Prozent im Raum das Fenster öffnen.

Bei hoher Luftfeuchtigkeit ist Stoßlüften zudem die effektivste Variante für einen Luftaustausch. Lüften Sie mehrmals täglich zwischen fünf und zehn Minuten. An Tagen, an denen es dauerhaft regnet, ist morgens und abends der beste Zeitpunkt zum Stoßlüften. Sofern tagsüber niemand zuhause ist, reicht das prinzipiell aus. Öffnen Sie Ihre Fenster dabei weit, am besten alle Fenster gleichzeitig. So entsteht ein Durchzug, der einen schnellen Luftaustausch durch das gesamte Haus ermöglicht. Vermeiden Sie hingegen die bloße Kippstellung der Fenster. Auch wenn so ein kontinuierlicher Luftaustausch besteht, kühlt dabei besonders in der kalten Jahreszeit die Außenfassade ab. Ihre Heizenergie geht im Prinzip nur nach draußen verloren und Sie begünstigen die Schimmelbildung.

Möchten Sie die Werte des Hygrometers nach dem Lüften erneut überprüfen, warten Sie einige Minuten. Die frische Luft muss sich erst auf Raumtemperatur erwärmen, ehe das Hygrometer zuverlässige Werte anzeigt. Bleibt der Wert zu hoch, kann es helfen, die Heizung für kurze Zeit höher zu drehen.

Richtiges Lüften bei feuchtem Wetter: die Räumlichkeit spielt eine Rolle

Das korrekte Lüften bei Regenwetter ist weiterhin von den jeweiligen Räumlichkeiten abhängig. Das hängt unter anderem davon ab, wie Sie den Raum nutzen. Tätigkeiten wie das Kochen in der Küche, Duschen im Bad oder das Trocknen feuchter Wäsche lassen mehr Feuchtigkeit entstehen, wodurch ein häufigeres Lüften notwendig wird.

Während im Wohnzimmer, Kinderzimmer und im Büro eine Durchschnittstemperatur von 22°C sowie eine Luftfeuchtigkeit von 40 bis 60 Prozent ideal ist, sollte das Hygrometer in der Küche und im Bad einen Wert von 50 bis 70 Prozent anzeigen. Zudem ist ein regelmäßiges Heizen, während kühle Außentemperaturen herrschen, ratsam. Um Ihr Schlafzimmer richtig zu lüften, orientieren Sie sich eher an einer Raumtemperatur unter 20°C. Der ideale Wert der Luftfeuchtigkeit liegt hier ebenfalls bei 40 bis 60 Prozent. Da besonders nachts die Luftfeuchtigkeit durch abgegebenen Schweiß und die Atmung enorm ansteigt, ist das Lüften nach dem Aufstehen unabdingbar.

Frische Raumluft bei Regen ist auch mit Dachfenstern möglich

Bei Dachfenstern gestaltet sich das Lüften während es regnet etwas anders. Denn hier besteht bei einem offenen Fenster das Risiko, dass es ins Zimmer hereinregnet. Dachfenster sind aber kein Grund, weshalb Sie auf ein gesundes Raumklima verzichten müssten. Ganz im Gegenteil: Spezielle Lüftungselemente schaffen hier Abhilfe. Automatische Lüftungslösungen wie die VELUX Balanced Ventilation garantieren beispielsweise auch bei geschlossenem Fenster die Zufuhr von Frischluft im Dachgeschoss. Optional warten Sie kurz, bis der Regenschauer abnimmt oder der Wind dreht, sodass es nicht hereinregnen kann.

Alle elektrischen Dachfenster von VELUX sind zudem mit Regensensoren ausgerüstet. Sollten Sie dann einmal vergessen haben, die Fenster vor dem Verlassen des Hauses zu schließen, nehmen die Sensoren einen Regenschauer jederzeit wahr und die Fenster schließen sich automatisch. Manuelle Fenster lassen sich auch einfach mit einem Motor und Regensensor nachrüsten.

Velux Dachfenster mit Regensensor | VELUX Magazin

Die wichtigsten Tipps zum Lüften bei Regen

Folgend finden Sie eine Zusammenfassung der wichtigsten Tipps bezüglich des Lüftens bei hoher Luftfeuchtigkeit draußen:

  • Sollten sie über ein Hygrometer verfügen, berücksichtigen Sie die angezeigten Werte.
  • Lüften Sie mehrmals täglich fünf bis zehn Minuten lang.
  • Drehen Sie während des Lüftens bei Regen und kaltem Wetter die Heizung ab und anschließend wieder auf.
  • Sollte sich trotz des richtigen Lüftens Kondenswasser an den Fenstern bilden, wischen Sie es regelmäßig ab, um einer Schimmelbildung entgegenzuwirken.
  • Heizen Sie Ihre Räume bei kühlen Außentemperaturen kontinuierlich.
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