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Eltern können dabei helfen, die Konzentration von Kindern zu steigern | VELUX Magazin

Durch Licht und Luft Konzentration steigern bei Kindern: Für ein besseres Lernen im Kinderzimmer

Die Ablenkungen lauern überall, schnell werden die Hausaufgaben zugunsten des aktuellen Lieblingsspiels eingetauscht. Eltern haben allerdings die Möglichkeit, die Konzentration bei Kindern zu steigern – in dem sie fürs Lernen, Lesen und die Hausaufgaben die richtigen Voraussetzungen im Kinderzimmer schaffen: mit viel Licht und Luft.

Logisches Denken, die Fähigkeit zur Problemlösung, Arbeitsgedächtnis – die schulischen Anforderungen an unsere Kinder wachsen. Umso wichtiger ist es, den Nachwuchs in diesen Zeiten zu unterstützen. Denn Konzentration bedeutet keinesfalls nur Willenskraft, sondern kann mit einfachen Methoden gefördert und durch regelmäßiges Training verinnerlicht werden.

Die Basis: Gesundheit, Licht und Luft

Ein gesunder Lebensstil ist das A und O für unsere Leistungsfähigkeit. Das gilt insbesondere für heranwachsende Kinder. Eine gute Ernährung, ausreichend Bewegung und viel Licht sind die so einfachen wie wichtigen Faktoren dafür. Achten Sie darauf, dass die Kleinen ausgewogen frühstücken, um genug Energie für den Tag zu haben. Wer schlecht isst oder zu wenig trinkt, büßt hingegen Leistungsfähigkeit ein. Bewegung – im Idealfall an der frischen Luft – aktiviert die Durchblutung des Gehirns und erhöht die Leistungsfähigkeit der Nervenzellen und des Gedächtnisses.

Als dritter Faktor wirkt sich Tageslicht positiv auf die Stimmung aus und kann die Konzentration bei Kindern steigern. Über das Auge aktiviert Sonnenlicht die Bildung des Botenstoffes Serotonin, der Motivation und Kreativität fördern kann. Darüber hat Serotonin positive Einflüsse auf unsere Entspannung und einen erholsamen Schlaf, während Schlafmangel äußerst negative Folgen für die kindliche Konzentrationsfähigkeit hat. Kinderzimmer sollten daher mit – möglichst großen – Fenstern ausgestattet sein. Sofern sich das Kinderzimmer im Obergeschoss befindet, sind Dachfenster die beste Wahl und lassen viel Tageslicht herein, deutlich mehr als eine Gaube oder ein gleich großes Fassadenfenster. Im Optimalfall ist der Schreibtisch oder die Lese- und Lernecke in Fensternähe platziert – auch wegen der Frischluft.

Viel Licht und Luft: optimale Voraussetzungen fürs Lesen und Lernen | VELUX Magazin
Viel Licht und Luft: optimale Voraussetzungen fürs Lesen und Lernen

Markisen und Plissees bieten an heißen Tagen Sonnen- und Hitzeschutz. Es gibt sie für Schräg- und auch Flachdachfenster. Das sorgt auch im Sommer für ein angenehmes Lernklima, während zu grelles Sonnenlicht vermieden wird. Schließlich arbeiten die Schüler heute schon früh am Computer und benötigen eine blendfreie Umgebung am Bildschirm. Und wenn der Kopf mal eine Pause braucht, kann der Blick in den Himmel die Kreativität wieder fördern.

Der Lernrhythmus: Ablenkung vermeiden, Pausen einlegen

Insbesondere sollten Sie Ablenkungen durch elektronische Geräte wie Fernseher, Telefone oder Stereoanlagen vermeiden. So geben Sie Ihrem Kind die Möglichkeit, seine Aufmerksamkeit zu fokussieren. Auch die Unterbrechungen durch Geschwister lenken ab und können das Kind aus der Lernphase reißen.

Eine Pause hat jedoch jeder irgendwann verdient. Wenn Ihr Kind bei den Hausaufgaben unkonzentriert wird oder bei zu schwierigen Aufgaben Frustration entsteht, sind gezielte Unterbrechungen sinnvoll. Hier kommen erneut frische Luft und Bewegung ins Spiel, um den Kopf sprichwörtlich frei zu machen. Tätigkeiten, die kognitive Leistungen verlangen – darunter fallen zum Beispiel Fernsehen oder Lesen im Lieblingsbuch – sollten Sie vermeiden.

Gezielte Übungen: Konzentration steigern bei Kindern

Konzentrationsfähigkeit lässt sich trainieren. Wer regelmäßig Memory spielt, wird mit der Zeit immer besser. Auch andere, kindgerechte Spiele und das sogenannte Gehirnjogging verbessern die Konzentration. Wimmelbücher, „Ich packe meinen Koffer“ oder die Aufgabe, die Erlebnisse des Tages rückwärts aufzuzählen, sind spielerische Methoden für eine verbesserte Gedächtnisleistung. Auch motorische Übungen wie Kinderyoga, Balancieren oder – für größere Kinder und Jugendliche – Jonglieren helfen bei der Fähigkeit, sich zu fokussieren.

Licht und Liebe statt Leistungsdruck

Bei allen Erfolgen können diese Übungen nur helfen, wenn die oben erwähnten Grundlagen für ein konzentriertes Lernen stimmen. Kinder spüren Druck, der ihnen von Erwachsenen auferlegt wird, sehr schnell. Das kann die Konzentration sogar blockieren. Lobende Worte und selbstbestimmtes Lernen führen oftmals zu größerem Erfolg.

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