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Verschiedene Dächer einer Stadt | VELUX Magazin

Dachformen – Welches Dach passt zu mir?

Dachformen – Welches Dach passt zu mir?

Die richtige Dachform für Ihr Haus
Sie befinden sich in der Hausplanung? Das Aussehen ist doch meist ein entschiedenes Kriterium. Doch auch die Kosten, Nutzen und Absichten der Raumgestaltung sind sehr ausschlaggebend. Wir stellen Ihnen die Vorteile und Bautipps der jeweiligen Dachform vor, um Ihre Entscheidung zu festigen.

Das Satteldach

Das Satteldach – auch Giebeldach genannt – ist eine der Klassiker-Dachformen in unserer Gegend. Es ist das, was man sich unter dem klassischen geneigten Dach vorstellt: Zwei Dachschrägen mit gleichem Winkel, die sich an der höchsten Stelle berühren. Es bringt ein hohes Maß an Flexibilität mit sich und die einfach gehaltene Konstruktion hält die Kosten im Vergleich zu anderen Dachformen etwas niedriger.

Kosten: ca. 60€ pro qm
Neigung: meist zwischen 38° - 45°

Ihre Vorteile:

  • Durch den steilen Neigungsgrad ist das Satteldach sehr Witterungsbeständig und hat auch eine hohe Lebensdauer
  • Durch die Schräge kann mit Dachfenster sehr viel Tageslicht in das Gebäudeinnere geleitet werden
  • Die Dachform bietet viele Gestaltungsmöglichkeiten wie der Neigungswinkel, Gauben, verschiedene Dacheindeckungen wie umweltfreundliches Naturmaterial
  • Durch die steile Neigung bietet sich die Montage einer Photovoltaikanlage oder einer Solaranlage an

Tipps zum Bauen:

Oft wird das oberste Geschoss unter dem Satteldach als Abstellkammer genutzt. Dabei birgt ein Dachausbau fantastische Möglichkeiten für Wohnraum. Der Einbau großer Dachfenster sorgt dabei für ein helles Dachgeschoss.

Skizze von einem Walmdach | VELUX Magazin

Das Walmdach

Das charmante Walmdach ist durch die vier geneigten Flächen in der Konstruktion etwas aufwendiger als das Satteldach. Dennoch ist es besonders ästhetisch und witterungsbeständig. Das Walmdach ist sehr robust und bietet maximale Stabilität und Schutz vor Wind, weshalb es gerne in der See- und Alpenregion eingesetzt wird.

Kosten: ca. 100 € pro qm
Neigungswinkel: meist bei 25°, kann aber auch bis zu 35° gehen

Ihre Vorteile:

  • Diese Dachkonstruktion eignet sich hervorragend für Photovoltaik- und Solaranlagen
  • Sie bietet optimalen Schutz vor Wind und Wetter
  • Geringer Pflegeaufwand
  • Ein niedriger Dachstuhl bietet ein Luftpolster und damit eine gute Isolation

Tipps zum Bauen:

Diese Dachform ist sehr solide, robust und bewährt sich schon seit Jahren.
Es gibt vier verschiedene Walmdacharten, die sich in der Bauweise unterscheiden.

Skizze von einem Krüppelwalmdach | VELUX Magazin

Das Krüppelwalmdach

Das Krüppelwalmdach ist eine elegante Dachform und hat Elemente des Sattel- und des Walmdachs. Die Giebelseite ist verkürzt im Gegensatz zu der Dachfläche der Langseite. Auch das Krüppelwalmdach gilt als sehr robust und wird gerne in den Alpen- und Küstenregionen eingesetzt.

Kosten: ca. 80€ – 100€ pro qm
Neigungswinkel: zwischen 35° - 50°

Ihre Vorteile:

  • Die Bauweise bietet eine Vielzahl an Dachbelag-Möglichkeiten und setzt wenig Grenzen
  • Langlebiges Dach
  • Geeignet für Photovoltaik und Solarthermie
  • Dachraum ist nutzbar
  • Robust gegen Wind und Wetter

Tipps zum Bauen:

Je nach Bedürfnis und Bauweise, ist der Dachraum als Wohnfläche nutzbar. Dafür sind der Ausbau einer Gaube, aber auch große Dachfenster sehr hilfreich, um die Wohnqualität zu steigern.

Skizze von einem Zeltdach | VELUX Magazin

Das Zeltdach

Das Zeltdach ist eine mediterran anmutende Dachform, die mit ihren meist vier geschrägten Dachflächen in zu einer Spitze zusammentreffen. Durch diese exklusive und symmetriehafte Bauart, wird das Zeltdach immer beliebter und findet besonders bei Stadtvillen Verwendung.

Kosten: ca. 90 – 100€ pro qm
Neigungswinkel: von 20° - 30°

Ihre Vorteile:

  • Bietet Luftpolster und optimale Isolation
  • Lichtdurchflutete Räume
  • Sonderformen
  • Bei einem Neigungsgrad ab 35° kann die Fläche als Wohnraum genutzt werden
  • Ermöglicht 2 Vollgeschosse

Tipps zum Bauen:
Ein Haus mit quadratischem Grundriss ist besonders geeignet. Achten Sie darauf, dass das Dach steil genug ist, damit das Wasser abfließen kann. Der Dachboden fällt je nach Einzughöhe der oberen Decke unterschiedliche groß aus.

Skizze von einem Pultdach | VELUX Magazin

Das Pultdach

Das Pultdach ist eine in Deutschland eher seltene Dachform. Das Dach trifft nicht mittig aufeinander, sondern schließt an einer Hauskante ab. Die einfache Konstruktion benötigt nur wenig Fläche und ist damit etwas kostengünstiger als manch andere Dachform.

Kosten: ca. 75€ pro qm

Neigungswinkel: meist bei 22°, (von 11° - 60° möglich)

Ihre Vorteile:

  • Simple und günstige Grundkonstruktion
  • Sehr modern
  • Optimal für Solar- und Photovoltaikanlagen bei einem Neigungsgrad von 30°
  • Wenig Pflegeintensiv

Tipps zum Bauen:

Unter dem Pultdach gibt es noch Sonderformen, die die Konstruktion aufwendiger machen.
Der Raum unter dem Schrägdach wird meist bewohnt, so dass einerseits ein attraktives Wohnflair entstehen kann, andererseits ein klassischer Dachboden für Stauraum wegfällt. Wer ein Pultdachhaus baut, sollte daher einen großen Hauswirtschaftsraum oder einen Keller anlegen.

Skizze von einem Flachdach | VELUX Magazin

Das Flachdach

Das Flachdach ist für uns als Wohnhaus eher ein ungewohnter Anblick, weil wir diese Baukonstruktion eher mit Gewerbebauten verbinden. Dennoch bietet diese Dachform hohe Wohnqualitäten, die einige schon für sich entdeckt haben.

Kosten: ca. 50€ - 80€ pro qm

Neigungswinkel: alles > 10°

Ihre Vorteile:

  • Kann begrünt werden
  • Es ist auch möglich das Dach begehbar zu machen und damit zu einem genutzten Flachdach mit einem Dachgarten
  • Da keine Dachschrägen vorhanden sind, ist eine große Wohnfläche gegeben
  • Das Flachdach bietet viele individuelle Gestaltungsmöglichkeiten und eine zusätzliche Dämmung

Tipps zum Bauen:

Ein Flachdach ist alles unter einem Neigungsgrad von 10°. Neben den Vorteilen sollten Sie beachten, dass diese Dachform recht wartungsaufwendig sein kann und oft stärker an der Witterung leidet als ein Schrägdach. Ein Flachdachhaus bietet meist keinen Dachboden als Stauraum, planen Sie daher mit einem großen Hauswirtschaftsraum oder einem Keller.

Skizze von einem Mansarddach | VELUX Magazin

Das Mansarddach

Die Dachform Mansarddach ist eine sehr elegante und extravagante Art. Sie ist eine Kombination aus Walm-, Pult- und Satteldach. Das Dach fällt jedoch nicht durchgängig ab, sondern ist quasi abgeknickt. Die Bauweise ist relativ komplex, weshalb sie die Kosten etwas in die Höhe treibt.

Kosten: 80€ – 100€ pro qm

Neigungswinkel: 30° - 60°

Ihre Vorteile:

  • Sehr ästhetisch
  • Durch die geringe Neigung ist sehr viel Wohnraum gegeben.

Tipps zum Bauen:

Die Bauart ist recht aufwendig und erschwert den Handwerkern die Dämmungsstruktur, was etwas kostspieliger ist. Sollten Sie Interesse an deiner Solaranlage haben, ist das Mansarddach eher nicht geeignet. Durch die komplexe Struktur ist es schwierig noch diese Anlage unterzubringen. Ein Dachboden als Stauraum fällt hier, wenn überhaupt, sehr klein aus.

Das Tonnendach

Das runde Dach ist uns eher bei Großbauten und Bahnhöfen bekannt. Dennoch wird es immer öfter beim Carportbau oder Reihenhausbau eingesetzt. Die Besonderheit beim Tonnendach ist, wie der Name schon sagt, die Optik eines Querschnittes einer Tonne.

Kosten: ca. 130€ pro qm

Neigungswinkel: 45° - 70° (Halbkreis)

Ihre Vorteile:

  • Die Dachwölbung bietet interessante Einrichtungsmöglichkeiten
  • Eine flache Rundung ermöglicht ein begehbares oder begrüntes Dach
  • Besonderer Charme
  • Eine simple Konstruktion; je nach Material recht kostengünstig

Tipps zum Bauen:
Diese Dachform ist in vielen Gemeinden und Städten nicht zugelassen – Informieren Sie sich vor der Planung bei dem zuständigen Bauamt.

FAQs – Häufig gestellte Fragen zu Dachformen

Welche Dachformen gibt es?

  • Das klassische Satteldach
  • Das charmante Walmdach
  • Das besondere Kübelwalmdach
  • Das moderne Pultdach
  • Das begehbare Flachdach
  • Das edle Mansarddach
  • Das runde Tonnendach
  • Das seltene Zeltdach

Welches Dach ist am günstigsten?

Die einfache Konstruktion macht das Flachdach zum kostengünstigen Dach. Dennoch kann die Instandhaltung recht kostspielig sein, was das Pult- und Satteldach in einer einfachen Konstruktion kostengünstiger macht.

Was ist das teuerste Dach?

Walmdächer gehören aufgrund ihrer aufwendigen Konstruktion zu den teuersten Dachformen.

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