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Dachaufstockung Maxvorstadt | VELUX Magazin

Dachaufstockung – So schaffen Sie neuen Wohnraum unterm Dach

Dachaufstockung – So schaffen Sie neuen Wohnraum unterm Dach

In Zeiten von hohen Grundstückpreisen, Wohnraum- und Platzmangel ist die Dachaufstockung eine attraktive Lösung, um zusätzliche Wohnfläche zu schaffen und die Immobilie deutlich aufzuwerten. Wenn Sie zusätzlichen Wohnraum für ein Kinder-, Gäste- oder Arbeitszimmer brauchen,  aber keinen Platz für einen Anbau haben oder das Bauland zu teuer ist, sollten Sie über eine Dachaufstockung nachdenken. Um ein solch vielversprechendes Projekt umzusetzen, müssen jedoch einige Voraussetzungen erfüllt werden. Außerdem gibt es unterschiedliche Maßnahmen der Dachaufstockung, die für verschiedene Gebäudetypen in Frage kommen.

Arten der Dachaufstockung

Je nach Bauweise Ihres Hauses bieten sich für die Aufstockung grundsätzlich drei verschieden Arten, die wir Ihnen im Folgenden erklären:

Kniestockerhöhung:

Dabei wird der Dachstuhl hydraulisch angehoben oder komplett abgedeckt und anschließend wiederaufgebaut. Beide Vorgehensweisen sind sehr komplex und können nur von qualifizierten Dachdeckern durchgeführt werden. Bei der hydraulischen Anhebung wird der Kniestock durch eine Mauererhöhung der Außenwand oder mit vorgefertigten Elementen vorgenommen. Zum Abschluss werden die Außenwände neu verputzt und die Fassade neu gestrichen.

Geschossaufstockung:

Eine andere Art ist die Geschossaufstockung. Hierbei wird nicht wie bei der Kniestockerhöhung die vorhandene Unterkonstruktion des Dachs weitergenutzt, sondern eine komplett neue Dachkonstruktion gebaut. Daraus ergeben sich größere Möglichkeiten bei der Gestaltung. Einzig die Statik und der Bebauungsplan müssen bei der Planung und Umsetzung der Aufstockung beachtet werden. Möglichkeiten der Aufstockung beim Dachausbau sind:

  • Holz- oder Metall-Glaskombinationen
  • Steildach- oder Walmdachaufbau
  • teilweise Aufstockung mit Dachgarten

Dachaufstockung eines Flachdachs:

Ein Flachdach kann ebenfalls aufgestockt werden. Der Ausbau vom Flachdach zum Steildach ermöglicht Ihnen die Erschließung einer neuen Etage sowie mehr Wohnraum. Dazu wird das alte Dach wie bei der Kniestockerhöhung abgetragen. Im Anschluss werden unterschiedliche Dachkonstruktionen und Wandelemente verbaut. Durch diese sogenannte Geschosserhöhung können Sie genug Platz schaffen, um gleich mehrere neue Räume nutzen zu können. So gewinnen Sie maximalen Wohnraumzuwachs.

Vorteile einer Dachaufstockung

Trotz großen planerischen Aufwands bringt die Dachaufstockung zahlreiche Vorteile. An erster Stelle steht dabei selbstverständlich die Schaffung neuen Wohnraums. Des Weiteren bietet der Dachausbau Ihnen die Möglichkeit die Wärmedämmung und Dacheindeckung zu sanieren oder auszutauschen. So verbessern Sie zusätzlich die Energieeffizienz Ihres Eigenheims. Besonders bei älteren Häusern ist dies ein nennenswerter Vorteil und außerdem eine kostengünstigere Alternative zum Neubau. Durch die Dachaufstockung müssen keine neuen Flächen erschlossen werden und die Wasserleitungen und das Heizsystem sind in den meisten Fällen bereits vorhanden.

Alle Vorteile auf einen Blick:

  • Schaffung von neuem Wohnraum
  • Verbesserung der Energieeffizienz durch Sanierung der Wärmedämmung und Austausch der Dacheindeckung
  • Kostengünstige Alternative zum Neubau
Maxvorstadt Dachaufstockung | VELUX Magazin
Architeckt: Leber Architekten//Photograph: Brigida Gonzalez

Statik des Dachaufbaus und Baugenehmigung

Mit einer Dachaufstockung wirkt eine wesentlich größere Last auf das Gebäude. Dies kann die statische Integrität Ihres Hauses in Gefahr bringen. Vor jeder Dachaufstockung sind daher eine Begutachtung und Berechnung der Statik durch einen Fachmann unumgänglich. Ratsam bei der Kniestockerhöhung von älteren Dächern ist eine komplette Sanierung im Zuge der Dachaufstockung.

Die Aufstockung Ihres Daches ist eine umfassende Baumaßnahme und bedarf daher einer Genehmigung. Diese Baugenehmigung gibt Ihnen die neue Form, die Höhe und die Statik des geplanten Daches Ihres Hauses frei. Aus diesem Grund sollten Sie sich im Voraus informieren, ob die Ausführung und die gewünschte Höhe in Ihrem Wohngebiet erlaubt ist. Weiterhin kann in einer Gegend, in der nur Häuser mit Flachdach stehen, der Aufbau eines Steildaches als Wohnraumerweiterung untersagt sein.

Kosten für eine Dachaufstockung

Die Kosten für die Aufstockung hängen immer von der Art der Aufstockung und der Größe des Hauses ab. Die Kniestockerhöhung ist dabei meist die kostengünstigste Variante. Hierbei sind für die Kosten vor allem der Zustand des Daches sowie die Statik ausschlaggebend. Sind beide in einem guten Zustand, verringern sich die Kosten. Falls Ihr Dach jedoch saniert oder ausgebessert oder die Statik optimiert werden muss, steigen die Kosten.

Bei der Geschossaufstockung oder dem Ausbau eines Flachdaches sind die Kosten in der Regel höher. Abhängig sind die Kosten für diese Art der Aufstockung von der handwerklichen Ausführung und den verwendeten Materialien. Die kostengünstigste Wahl sind dabei vorgefertigte Dachstühle. Beim Material sind Bauteile aus Holz günstiger als die Massivbauweise. Neben den Kosten für die praktische Dachaufstockung sind noch weitere Kosten zu beachten.

Weitere Kosten können anfallen für:

  • die Planung und Genehmigung
  • den Innenausbau des neuen Geschosses
  • Nötige Wärmeschutzmaßnahmen
  • den Einbau neuer Fenster

Fördermittel für einen Dachaufbau

Wenn Sie im Zuge der Dachaufstockung eine Sanierung Ihres Daches durchführen, können Sie die Energiebilanz Ihres Hauses verbessern. Durch dieses Vorgehen der Dachdämmung können Sie bei der KfW Förderungen für Ihre Dachsanierung beantragen oder nach §35c des Einkommenssteuergesetzes einen Teil der Kosten über Ihre Steuererklärung fördern lassen. Je höher nach der Dachsanierung die Energieeffizienz Ihres Gebäudes ist, desto mehr Zuschüsse dürfen Sie beantragen. Wenn durch den Dachaustausch der Erhalt der Immobiliensubstanz im Vordergrund steht, können Sie durch das Einkommenssteuergesetz Geld sparen. Der Erhaltungsaufwand wird als abzugsfähige Werbungskosten kategorisiert. Wenn im Vordergrund jedoch die Wohnraumbeschaffung durch die Aufstockung steht, werden die Kosten als Herstellungskosten angesehen. Daraus erfolgt eine Steuerminderung von jährlich zwei Prozent.

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